Genogramm


Paarberatung, Eheberatung, Sexualberatung


Genogramm

Genogramme dienen der übersichtlichen Darstellung von komplexen Informationen über Familiensysteme. Mit einem Genogramm sollen Verhaltensmuster, beziehungsstörende psychologische Faktoren und sich innerhalb einer Familie wiederholende Verhaltensweisen visualisiert und anschließend analysiert werden. Mit Hilfe von Genogrammen können emotionale Bindungen zwischen Familienmitgliedern und anderen Menschen aus dem sozialen Umfeld dargestellt und betrachtet werden. Dadurch zeigt sich beispielsweise der Zusammenhalt der Familie und es können Abläufe zwischen vielen Generationen aufgezeigt und verstanden werden. "Unter einem Genogramm verstehen wir die Darstellung eines Familienstammbaums, der - über mindestens drei Generationen hinweg - die vielfältigsten Informationen über die Mitglieder einer Familie und ihre Beziehungen enthält. Genogramme zeichnen in grafischer Form Informationen über eine Familie auf, ermöglichen einen raschen Überblick über komplexe Familienstrukturen und bilden eine reichhaltige Quelle zur Hypothesenbildung sowohl über die Verknüpfung eines klinischen Problems mit der Familienstruktur als auch über die historische Entwicklung dieser Struktur und der damit verbundenen Probleme." Monica MacGoldrick
Mit einem Genogramm sollen Verhaltensmuster, beziehungsstörende psychologische Faktoren und sich innerhalb einer Familie wiederholende Verhaltensweisen visualisiert und anschließend analysiert werden.

Vorteile und Erkenntnisse des Genogramms in der systemischen Beratung
So können beispielsweise Konflikte schnell erkannt und auf dieser Basis das Verhalten des Klienten bewertet werden. Mit Hilfe von Genogrammen können emotionale Bindungen zwischen Familienmitgliedern und anderen Menschen aus dem sozialen Umfeld dargestellt und betrachtet werden. Dadurch zeigt sich beispielsweise der Zusammenhalt der Familie und es können Abläufe zwischen vielen Generationen aufgezeigt und verstanden werden.
Man benutzt dazu eine Zeichensprache aus einfachen Symbolen, die wie ein Familienstammbaum angeordnet sind. Ein Symbol steht dabei für ein Familienmitglied. Ein Genogramm kann bis zu drei Generationen umfassen, ausgehend von der Herkunftsfamilie.
Es ist auch möglich bestimmte Teile des Genogramms farbig hervorzuheben oder um besondere familiäre Ereignisse, Einflüsse oder Generationen übergreifende Muster zu ergänzen. Familienfotos oder Gegenstände können dazu beitragen das Genogramm mit Leben zu füllen.
Das Wichtigste bleiben jedoch die Geschichten, die zu den Genogrammen erzählt werden. Sie bilden den Hintergrund für ein neues Verständnis der Gegenwart.

In das Genogramm lassen sich wichtige Fakten eintragen wie:
• Name, Vorname, Alter bzw. Geburtsdatum, eventuell Todesdatum
• Datum der Heirat, Daten von Trennung und Scheidung
• Wohnorte, Herkunftsorte der Familie, Ortswechsel
• Krankheiten, schwere Symptome, Todesursachen
• Berufe







Beispiel-Genogramm

Fragen zum Genogramm

1a) Gibt es in Ihrer Herkunftsfamilien (Sippe) Themen wie:
• Eltern aus verschiedenen Ländern
• besondere Schicksale
• bestimmte Verhaltensmuster
• Familienkrisen, wie wurde damit umgegangen?
• Leitlinien, Regeln, Glaubensätze, Annahmen
• schwere Krankheiten,
• Abtreibungen, Totgeburten? Herrscht darüber Stillschweigen oder Offenheit?
• Gibt es Geheimnisse?
• Gab es Liebesbeziehungen, die nicht sein durften?
• Gibt es Vererbte Charaktermerkmale, Verhaltensmuster?
• Glaubenssätze,
• Herausforderungen wie Früher Tod der Mutter oder des Vater
• Inzest, sexueller Missbrauch
• Kam Gewaltanwendung vor
• Tod nach der Geburt
• Welche schweren Schicksale gibt es in der Familie?
• Wer hat sich unrechtmäßig ein Erbe angeeignet?
• Wer traf wichtige Entscheidungen?
• Wie wurde mit Geld umgegangen, wer hatte das letzte Wort?
• Wie wurde über andere Familienmitglieder gesprochen?
• Wie Homosexualität, Sucht, Gefängnis, Vater im Krieg (wo?) lange Zeit in der Psychiatrie?
• Wiederkehrende Ereignisse (Unfälle, Krankheiten, Konkurse)
• Wurde jemand aus der Familie ausgestoßen? Schwarze Schafe?

1b) Eltern
• War der Vater oder die Mutter sehr streng?
• Haben Vater oder Mutter unter etwas besonderem gelitten?
• Waren beide oder ein Teil der Eltern übergriffig und haben keine Grenzen respektiert?
• Wer war das schwarze Schaf in der Familie?
• Gab es besondere (auch ungenehme) Rituale in der Familie?
• Wer der Eltern war bei der Einschulung dabei?

Interessant können auch 3 weitere Informationen/Eigenschaften sein:
• Ein Begriff zur Kennzeichnung der jeweiligen Familienatmosphäre
• Hinweise auf Streitfragen, -themen (z.B. Eifersucht) Tabus und
• weiße Stellen, worüber wurde nicht gesprochen?

2a) Welche Eigenschaften, Eigenarten wiederholen sich in der Herkunftsfamilie?

2b) Wie war das Lebensmotto der Herkunftsfamilie der Mutter und des Vaters?

3a) Vergangenheit: Welche Botschaften gab Ihnen Ihre Eltern/Großeltern über die Lust und die Last in der Beziehung/der Ehe?

3b) Gegenwart: Inwieweit haben sich diese Botschaften der Eltern/Großeltern auf Ihr Verhalten als Frau/Mann ausgewirkt?

3c) Zukunft: Was möchten Sie Ihren Kindern über das Mann-sein bzw. Frau-sein mitgeben?


Wichtige Links dazu

http://www.institut-johnson.de/pdf/genogramm.pdf
http://www.2hintermann.ch/dokus/genogramm2008.pdf
http://www.genogramm.de/wasist.htm
http://www.wingeno.org/
http://www.gendraw.de/

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